Zum Buch "Lenin Luther Lorbass - Erbarmung!

Roland Kurz, ehemaliger Stadtbaudirektor der Lutherstadt Wittenberg, auf Amazon

 

 

Einen besseren Erscheinungstermin hätte sich Ronny Kabus für sein autobiografisches Buch nicht aussuchen können. Während die Republik 25 Jahre nach dem Mauerfall darüber streitet, ob die DDR ein Unrechtsstaat war, oder doch nur Unrecht in einem sonst rechtsstaatlichen System herrschte, beschreibt der aus Görlitz stammende Historiker sein Leben. Und damit auch, wie das DDR-Regime seine berufliche Entwicklung behinderte bis zu dem Punkt, an dem Kabus für sich in der DDR keine Zukunft mehr sah und noch im September 1989 ausreiste. Für Kabus steht fest: Die DDR war ein Unrechtsstaat, was nicht die Lebensleistungen der Menschen in dem Land schmälert. Das eine, so erzählte er jetzt im Schlesischen Museum bei der Buchvorstellung, habe mit dem anderen nichts zu tun. 

Sebastian Beutler in Sächsische Zeitung Görlitz vom 25.10.2014



Das Buch verrät viel über die Mühlen eines Systems, in die praktisch jeder geraten konnte.

Karina Blüthgen in Mitteldeutsche Zeitung Wittenberg vom 20.10.2014. 

 

 

 

Zu Buch und Ausstellung "Juden der Lutherstadt Wittenberg im III. Reich"

„Man wird gewahr, wie weit Kabus seiner Zeit voraus war … Kabus hat als Erster an Hand seiner Ausstellung 1988/89 der Verwicklung Wittenbergs in den Nationalsozialismus ein anschauliches Gesicht gegeben. Er hat ,lokale Vollstrecker des Terrors“ … und Opfer mit Namen genannt und ihnen ein Bild zugeordnet …“ 

Stummeyer Detlev und Ute: Paul Bosse. Seine Klinik in Wittenberg. Unerwünschte Wahrheitssuche. Eisleben und Halle 2014, S. 218 und Anm. 511.

 

 

Bei der Ausstellungseröffnung in Israel war der heutige Ministerpräsident Sachsen-Anhalts, Dr. Reiner Haseloff, mit zugegen. Er ließ es sich jetzt nicht nehmen, bei der Buchvorstellung im Lutherhaus persönlich anwesend zu sein und eine kleine Laudatio zu halten.

"Ich danke Ihnen, dass Sie unermüdlich weiter an dem Thema gearbeitet haben. Das Buch ist über ein sehr konkretes, aber auch schwieriges Arbeiten entstanden. Wir haben eine große historische Verantwortung, an das Geschehen im III. Reich mahnend zu erinnern." ingo - Das Stadtmagazin der Lutherstadt Wittenberg, April/2012

 

Mit einer "Chefsache" für Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff (CDU) ist die Buchvorstellung von Ronny Kabus beendet worden. Der promovierte Historiker und ehemalige Leiter der Wittenberger "Lutherhalle" hatte sich im Vortrag über die Neuauflage seines Buches "Juden der Lutherstadt Wittenberg im III. Reich" gewünscht, dass die ursprüngliche Ausstellung wieder reaktiviert wird. Haseloff will sich nun persönlich darum kümmern.

Nach Aufenthalten in Israel und den USA waren die Schautafeln von der Bildfläche verschwunden, heute liegen sie gut verpackt in einem Raum des Alten Rathauses. Nachdem sich das Lutherzentrum aufgelöst hatte, war die Ausstellung eingelagert worden.

Für Haseloff ist ein Dornröschenschlaf der Tafeln ein untragbarer Zustand. "Es ist wirklich wichtig, dass sie wieder gezeigt wird", erklärt der Ministerpräsident. Er hatte die Tafeln seinerzeit in der Jerusalemer Ausstellung noch als Staatsekretär miteröffnet. "Ich werde in den nächsten Tagen alles veranlassen, damit die Intention von Herrn Kabus aufgegriffen wird - die ist einfach zu schade, die muss an die Menschen", erklärt er. Als lebendiges Werk gegen Rassismus und Rechtsextremismus seien Buch und Ausstellung die konsequenteste Aufarbeitung der Geschichte. "In keiner anderen Stadt des Landes ist das so dokumentiert", sagt er. Mitteldeutsche Zeitung, 20.3.2012

 

 

"Ich hatte das Privileg, Ronny Kabus' Buch ... vom Englischen ins Arabische zu übersetzen. Kabus' Buch unterstreicht den Einfluss von Luthers Denken auf die deutsche Bevölkerung und ihre Einstellung zu den Juden." Sammy Kirreh, palästinensischer Christ und Universitätsdozent, Jerusalem 2005

 

"Von allen Expositionen in den letzten Jahren dürfte diese wohl die Wittenberger am meisten erregt und beschäftigt haben ..." Dr. Martin Treu, Direktor der Lutherhalle, 1993

 

"Eindrucksvoll auch, wie diese Ausstellung in ihren Kommentaren zu den Dokumenten sparsam, die Wucht der Zeugnisse jener Zeit wirken läßt,dem Besucher selbst das Urteil überlassend ..." Dr. Gunther Helbig, Stv. Vorsitzender der Synagogengemeinde zu Magdeburg, 1988

 

 

 

 

Zum Buch "... weine ich täglich um meinen Vater" - In der Gewalt Stalins und der SED

 

Hervorragend, wie mit wissenschaftliche Akribie, notwendiger Distanz und Objektivität diese Ereignisse beschrieben worden sind. Es sollte zur politischen Bildung, auch in Schulen, genutzt werden.

Bewertung bei Thalia.de von einer Kundin/einem Kunden aus Lutherstadt Wittenberg am 10.05.2017

 

Dieses Buch hat mich sehr mitgenommen und mir viel Neues aus der Zeit besonders von 1945 bis 1953 aufgezeigt. 

Eberhard Scheler zur 2. neu bearbeiteten und erweiterten Auflage von 2016

 

Leser auf Amazon am 23.01.2015
Leser auf Amazon am 23.01.2015

Ein Beitrag zur Aufarbeitung, der sich zwischen wissenschaftlicher Analyse und historischem Gedenken bewegt, ist das Buch des Historikers Ronny Kabus. Kabus ist dabei der Erste, der sich der vielen Facetten des Themas in einer Mikrostudie annimmt. ... Trotz dieser Widerstände vermag es Kabus' Buch nicht nur, Lücken in der lokalhistorischen Forschung zu schließen, sondern auch vielen bisher namenlos gebliebenen Opfern ein Gesicht zu geben. Der Autor liefert eine beeindruckende Rechercheleistung ab, da das biografische Material oft fehlt oder schwer zu erschließen war. Es ist Kabus gut gelungen, aufschlussreiche Quellendokumente aus Privatarchiven aufzutun, die die persönliche Sichtweise der Opfer zum Vorschein bringen und noch nicht wissenschaftlich analysiert wurden. Auch Querverweise auf bisher untererforschte Themen, wie die "Speziallager" östlich der Oder, sind nicht zuletzt ein Verdienst des Buches.

Christine Schoenmakers in: Friedrich-Ebert-Stiftung, Archiv für Sozialgeschichte, 14.7.2014.

 

Robert Pontnau am 17.1.2013 auf Amazon



„…  Ihr Buch (ist) für mich eine herausragende Leistung, da es (neben Annemarie Lüdickes "Vergessene Schicksale") praktisch das Einzige seiner Art ist …  Dazu kommt, dass Sie als professioneller Historiker wahrscheinlich doch einen etwas anderen (und angemesseneren) Zugang zur Materie wählen. 

Dr. Uwe Steinhoff am 31.7.2012 


Eine Vielzahl von erschütternden Einzelschicksalen belegt die pure Willkür im Umgang mit dem einzelnen Missliebigen oder politisch Unbequemen, sie verdeutlichen die völlige Unterordnung von Recht und Gesetz unter die politischen Ziele der kommunistischen Machthaber. Was im Einzelnen wie unvorhersehbare Willkür aussehen mag, war jedoch Teil eines Systems der umfassenden Stalinisierung der Gesellschaft. Der Autor belegt mit einer Fülle von Beispielen, wie auch in Görlitz alle demokratischen Parteien systematisch verfolgt wurden. Im engen Zusammenwirken der Sowjetischen Militärtribunale … und kommunistisch gelenkten Richtern wurde der Alleinvertretungs- und Herrschaftsanspruch der KPD/SED gegen alle demokratischen Bewegungen durchgesetzt.

Matthias Wenzel in: Görlitzer Magazin. Hg. von den Städtischen Sammlungen für Geschichte und Kultur, 24/2011.

 

Kabus hat mit dem Buch über die Stalinisierungsepoche in Görlitz eine beachtenswerte Studie zur lokalen Diktaturdurchsetzung vorgelegt, die biographisch überzeugend argumentiert und deren Biogramme auch in der politischen Bildungsarbeit Verwendung finden können.

Dr. Konstantin Hermann in: Neues Lausitzisches Magazin. Zeitschrift der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften zu Görlitz. Band 134/2012, S. 171

 

Um die wirkliche Bedeutung von Massenterror verständlich zu machen, ist es sinnvoll, ein derartiges Geschehen auf konkrete Einzelschicksale herunterzubrechen. Der Autor unternimmt dies für seine Heimatstadt Görlitz. ... An vielen Einzelschicksalen macht Kabus deutlich, was es konkret hieß, in die Fänge des Repressionsapparates zu geraten, den Sowjets und Deutsch-Kommunisten zugleich bedienten. Ein ausführliches Kapitel ist dabei den Liberaldemokraten gewidmet, die 1946 in Görlitz rund ein Drittel der Stimmen gewannen. Hier deprimiert bei der Lektüre auch die Passivität, mit der die sächsische Landesleitung um den späteren Volkskammerpräsidenten Johannes Dieckmann auf Eingaben von Untergliederungen zur Verhaftung von Parteifreunden reagierte. ...

Dr. Jürgen Frölich im Vierteljahresheft "liberal", März 2012

 

Ich finde Ihre Arbeit sehr verdienstvoll und gelungen und freue mich natürlich, dass dazu auch Quellen und weitere Informationen aus unserem Archiv beitragen konnten. Dr. Manfred Agethen (Wissenschaftlicher Dienst der Konrad-Adenauer-Stiftung)

Das Buch überzeugt schnell mit einer fachlich tadellosen und gründlichen Recherche sowie einer sprachlich und bildlich ansprechenden Darstellung. Master-Student Alexander Biedermann (Bachelor of Arts) am 14.9.2011

Leider konnte ich Ihnen nicht sagen - unser Telefonat war viel zu kurz -, wieviel Erinnerungen, traurige wie fröhliche, Ihr Buch geweckt hat.

Nach meiner Erinnerung war in der frühen DDR das Interesse auch junger Menschen ... für das deutsche Schicksal sehr viel größer als später. 

Der mit 18 Jahren nach Westdeutschland geflüchtete Zeitzeuge Dr. Peter Gleißner (* 1942) am 13.8.2011

Die vorbildliche Darstellung der Einzelschicksale, die ausführliche Schilderung der unmenschlichen Terrororganisationen und -Instrumente, die menschenrechtsverletzende und brutale Vorgehensweise der sowjetischen Geheimdienste und Militärgerichte, das feige Verhalten der Denunzianten, das alles und viel mehr schildern Sie mit bestechender Klarheit und Genauigkeit.

Auch die Gliederung und Form des Buches ist Ihnen sehr gut gelungen.

Besonders hervorzuheben ist aber auch die Darstellung der damaligen politisch verwerflichen Situation und die Ohnmacht, nicht nur der terrorisierten Bevölkerung, sondern auch der Widerständler und der Verfolgten.

Sie haben sich um die Wahrheit jenes Teils der Geschichte unserer Heimat, die Sie beschreiben, verdient gemacht. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, trotz der Geschichtsverdrossenheit in unserer Zeit.

Aus dem Leserbrief des Zeitzeugen und Autors des Buches "Gefangen in Bautzen. Ein Jugendlicher überlebt acht Jahre Haft im "Gelben Elend". Berlin 2000", Dr. Wolfgang Hardegen, vom 21.6.2011  

Mit großem Interesse lese ich gerade Ihr Buch über Görlitz nach dem Kriege. Darin ist auch die Darstellung meiner Geschichte sehr gut gelungen.

Der Zeitzeuge Heinz Werner Vogel vom 3.6.2011

 

 

Zum Buch "Der Türmer erzählt Görlitzer Sagen"

Buchvorstellung am 1. April 2010 in Görlitz
Buchvorstellung am 1. April 2010 in Görlitz